Auch wenn der Titel bereits für sich absolut richtig ist, ist es ebenso der Titel eines Projekts, das an vielen Schulen in den Klassen 5-7 durchgeführt wird. Schüler werden hierbei “gezwungen” bis zu 7 Bücher im Schuljahr zu lesen. Klingt grausam, ist aber so
.
Material zu diesem Projekt findet sich zuhauf bei http://www.leseforum-bayern.de/ . Die Schülerinnen und Schüler lieben und hassen das Projekt gleichermaßen, aber das Leseverhalten gerade der lesefaulen Kinder ändert sich wirklich stark. Grundlegend ist dabei natürlich die Theorie, dass extensives und exzessives Lesen bereits Leseförderung ist.
Und weil’s grade mehr oder minder passt, auch den Link zur Aufgabenseite: http://bibliothek2009.wordpress.com/2009/07/06/lektion-02-im-weblog-schreiben/
Hallo bisserwesserin,
mir ist nicht klar, wie Du zu dem Projekt stehst. Doch möchte ich von einer Fortbildungstagung mit Frau Professorin Hurrelmann und Frau Professorin berichten, dass es den Engelskreis der guten LeserInnen bestärkt. Sie lesen in der Zeit noch mehr. Auch das Mittelfeld wird angeregt und bei interessanter Literatur mehr zu lesen und darüber zu reflektieren.
Andererseits verstärkt sich auch der Teufelskreis. Die, die nicht lesen können erfahren wieder, dass es ihnen nur Frust bereitet. Und die anderen ziehen mit ihren Erfolgen an ihnen vorbei. Aus einer Klasse sind das ungefähr 5 Kinder nach unserer Erfahrung.
Ihnen zu helfen, dass diese Programme der Lesemotivation nicht zum Graus werden, ist oft nicht problematisiert. Wir werden bei unserem Projekt im nächsten Jahr für diese Kinder das Tandemlesen einsetzen und für sie das Lautdenken einsetzen. Außerdem Lesestrategien üben.
Frau Professor Rosebrock fehlt im Text.
Die Tagung war in Arnoldshain in der evangelischen Akademie.
Der Smiley sollte es eigentlich ausdrücken: Ich bin ein großer Fan des Projekts und habe es bei uns durchgedrückt. Wir haben das erste Jahr hinter uns, evaluieren nun und führen es im nächsten Jahr ganz sicher fort.
Meines Wissens und auch meiner Erfahrung nach beschweren sich gerade die guten Leser. Ihnen nützt es laut Studien auch wenig, da sie nicht mehr lesen, sondern sich die Zeit von der anderen Lektüre abknabsen. Es nützt gerade den Weniglesern (den gar-nicht-Lesern übrigens ebenfalls nur sehr wenig). Wie gesagt, nach der Evaluation wissen wir mehr.
Ja, da bin ich mal gespannt, und würde gerne mehr wissen, wenn ihr mehr wisst.
Wir haben einen Jungen, der soviel liest, dass er Probleme mit der Klasse bekommen hat. Gerade solche Kind werden wir im nächsten Schuljahr zum Tandemlesen einsetzen. Damit auch die Chemie wieder stimmt.